Validierungsmethoden

In einem Validierungsplan sind folgende Validierungsmethoden verfügbar:

  • Prüfsummen-Verifizierung
  • Als virtuelle Maschine ausführen
    • VM-Takt (Heartbeat)
    • Screenshot-Validierung

Prüfsummen-Verifizierung

Bei einer Validierung mittels Prüfsummen-Verifizierung wird für jeden Datenblock, der aus dem Backup wiederhergestellt werden kann, eine Prüfsumme berechnet und diese anschließend mit der ursprünglichen Prüfsumme für diesen Datenblock verglichen, der während des Backup-Prozesses geschrieben wurde. Es gibt nur eine Ausnahmen, nämlich die Validierung von Datei-Backups, die im Cloud Storage gespeichert sind. Diese Backups werden validiert, indem die Konsistenz der im Backup gespeicherten Metadaten überprüft wird.

Eine Validierung mittels Prüfsummen-Verifizierung ist ein zeitaufwendiger Prozess (auch bei inkrementellen oder differentiellen Backups, die normalerweise kleiner sind). Der Grund dafür ist, dass bei dem Validierungsvorgang nicht nur die Daten geprüft werden, die physisch im jeweiligen Backup enthalten sind, sondern alle Daten, die wiederhergestellt werden müssen. Es kann also sein, dass auch noch weitere, frühere Backups validiert werden müssen.

Eine erfolgreiche Validierung mittels Prüfsummen-Verifizierung bedeutet, dass eine spätere Datenwiederherstellung mit hoher Wahrscheinlichkeit möglich ist. Bei der Validierung mit dieser Methode werden jedoch nicht alle Faktoren geprüft, die den Prozess der Wiederherstellung beeinflussen können.

Wenn Sie ein Betriebssystem sichern, empfehlen wir Ihnen daher, einige der nachfolgenden zusätzlichen Operationen zu verwenden:

Als virtuelle Maschine ausführen

Diese Methode funktioniert nur für Laufwerk-Backups, die ein Betriebssystem enthalten. Wenn Sie diese Methode verwenden wollen, benötigen Sie einen ESXi- oder Hyper-V-Host und einen Protection Agenten (einen Agenten für VMware oder für Hyper-V), der diesen Host verwaltet.

Die Validierungsmethode Als virtuelle Maschine ausführen ist in folgenden Varianten verfügbar:

  • VM-Takt (Heartbeat)

  • Screenshot-Validierung

Sie müssen mindestens eine davon auswählen.

VM-Takt (Heartbeat)

Bei dieser Validierungsmethode führt der Agent eine virtuelle Maschine direkt aus dem jeweiligen Backup aus, stellt eine Verbindung zu den VMware Tools oder Hyper-V-Integrationsdiensten her und überprüft dann die Heartbeat-Antwort, um sicherzustellen, dass das Betriebssystem erfolgreich gestartet wurde. Wenn die Verbindung fehlschlägt, versucht der Agent, alle zwei Minuten (und maximal fünfmal) eine Verbindung herzustellen. Falls keine der Verbindungsversuche erfolgreich ist, schlägt die Validierung fehl.

Unabhängig von der Anzahl der Validierungspläne und der validierten Backups: der Agent, der die Validierung durchführt, führt immer nur jeweils eine virtuelle Maschine aus. Sobald das Ergebnis der Validierung feststeht, löscht der Agent die betreffende virtuelle Maschine wieder und führt anschließend die nächste aus.

Verwenden Sie diese Methode nur, wenn Sie Backups von virtuellen VMware-Maschinen validieren, indem Sie diese Backups als virtuelle Maschinen auf einem ESXi-Host ausführen – oder Backups von virtuellen Hyper-V-Maschinen, indem Sie diese als virtuelle Maschinen auf einem Hyper-V Host ausführen.

Screenshot-Validierung

Bei dieser Validierungsmethode führt der Agent eine virtuelle Maschine aus dem jeweiligen Backup aus. Und während die virtuelle Maschine hochgefahren wird, werden Screenshots des Boot-Ablaufs erstellt. Ein mit maschineller Intelligenz (MI) arbeitendes Modul überprüft dann die Screenshots. Wenn darauf ein Anmeldebildschirm zu erkennen ist, wird das Backup als validiert gekennzeichnet.

Der Screenshot wird an den Recovery-Punkt angehängt und Sie können ihn für ein Jahr lang (nach der Validierung) über die Cyber Protect-Konsole herunterladen. Weitere Informationen zur Überprüfung des Screenshots finden Sie im Abschnitt 'Den Validierungsstatus eines Backups überprüfen'.

Wenn die Benachrichtigungen für Ihr Benutzerkonto aktiviert sind, werden Sie eine E-Mail über den Validierungsstatus des Backups erhalten, an das der Screenshot angehängt wurde. Weitere Informationen zu Benachrichtigungen finden Sie im Abschnitt Die Benachrichtigungseinstellungen für einen Benutzer ändern.

Die Screenshot-Validierung wird von der Agent-Version 15.0.30971 (im November 2022 veröffentlicht) und höher unterstützt.

Die Screenshot-Validierung funktioniert am besten bei Backups von Windows- und Linux-Systemen, die einen Anmeldebildschirm mit grafischer Benutzeroberfläche bieten. Diese Methode ist nicht für Linux-Systeme optimiert, die einen Konsolen-basierten Anmeldebildschirm haben.